Feierabend! Heraus zum 1. Mai 2026!

Am 1. Mai gehen wir gemeinsam auf die Straße:
Feierabend mit der Dauerkrise!
Junge Menschen zahlen immer noch drauf für die Krisen der letzten Jahre. Corona hat unser Leben teilweise radikal verändert. Dann kam die Inflation, die vor allem jene trifft, die wenig Geld haben, also auch uns. Explodierende Wohnkosten und Lebensmittelpreise, Dauerstress. digital und analog: Kein Wunder, dass die psychische Belastung junger Menschen so hoch wie nie ist. Und währenddessen werden Reiche immer reicher. Also ran an die Profite, ran an die Vermögen, ran an die Erbschaften.

Feierabend mit der Wehrpflicht!
Statt Geld in unsere Ausbildung zu stecken, wird es in die Maßnahmen zur Wehrpflicht und in Werbung für die Bundeswehr gesteckt. Krieg darf nicht normalisiert werden und die Wiedereinführung eines Zivildienstes bedeutet nur die weitere Prekarisierung des Sozial- und Pflegebereichs. Merz, leck Eier! Wir wollen nicht in Kriegen töten und sterben. Wir wollen eine Gesellschaft, in der es sich zu leben lohnt. Grenzenlos solidarisch und gerecht! 

Feierabend mit rechter Hetze!
Der Rechtsruck in unserer Gesellschaft ist keine ferne, abstrakte Bedrohung mehr, sondern eine Realität, die wir jeden Tag in der Schule, in der Straßenbahn und im Betrieb spüren. Rechte Parteien und Bewegungen versuchen, Ängste zu schüren, Hass zu verbreiten und unsere Gesellschaft zu spalten.

Rechte Politik schwächt die Anliegen von Arbeitnehmer*innen und Erwerbslosen. Wir lassen nicht zu, dass Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden. Wir lassen uns nicht spalten! Wir stehen zusammen und wir widersetzen uns!

Feierabend mit prekärer Arbeit!
Wir alle wollen einen sicheren Arbeitsplatz, aber die Realität sieht anders aus, gerade für junge Menschen. Befristete Verträge ohne Perspektive und Absicherung. Mehrere Niedriglohnjobs, weil von einem niemand leben kann. Leiharbeit. Zeitarbeit. Mindestlohnlücken, vor allem bei minderjährigen Beschäftigten.

Fast die Hälfte aller Neueinstellungen sind befristet: Sicherheit gibt es nicht, Unsicherheit wird zur Normalität. Das dürfen wir nicht zulassen!

Feierabend mit patriarchaler Unterdrückung!
Frauen und LINTA* sind überproportional oft in prekären, schlecht bezahlten Jobs oder in Teilzeit beschäftigt. Sie tragen häufig die Doppelbelastung aus Erwerbs- und Sorgearbeit. Es braucht eine starke und solidarische feministische Gegenbewegung – hier und jetzt! Überall dort, wo Faschisten erstarken, bekommen das Menschen mit Migrationsgeschichte, aber auch Frauen und/oder queere Menschen als erste zu spüren: Errungenschaften bisheriger feministischer Kämpfe werden abgeschafft. Aber wir wehren uns!

Feierabend mit Angriffen auf Arbeiter*innenrechte!
Der 8-Stunden-Tag ist eine historische Errungenschaft der Gewerkschaften. Er wurde erkämpft – mit Streiks, Protesten und dem Mut von Beschäftigten. Wenn Rente, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und betriebliche Mitbestimmung abgeschafft werden, machen wir Feierabend!

Wir fordern eine Umverteilung von oben nach unten!

Wir fordern einen nachhaltigen Umbau der Wirtschaft, der nicht auf dem Rücken der Arbeitnehmer*innen stattfindet!

Wir fordern die Sanierung und Modernisierung von Berufsschulen und die Umsetzung des Azubi-Wohnens – bundesweit!

Wir fordern die längst überfällige Anpassung des BAföGs und Tarifverträge für ALLE an Universitäten Beschäftigten!

Wir fordern ÖPNV, der fährt, wo und wann er gebraucht wird und Mieten, die endlich bezahlbar sind!

Wir fordern gleichen Lohn für gleichwertige Arbeit, Sicherheit und Gesundheitversorgung für alle von uns!

Für gute Arbeit.

Für ein gutes Leben.

Sonst ist Feierabend!